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23. März 2020

Darum ist Reife so wichtig!

Gerade in Zeiten wie diesen zeigt sich wie wichtig Reife ist.
Gerade unter solchen Ausnahmezuständen erkennt man, auf welche menschlichen Fähigkeiten es im Leben ankommt.

Je unreifer eine Person ist, umso schlechter kann es mit dieser Situation als Erwachsener umgehen.
Doch in einem Jeden von uns ist das Potenzial angelegt mit den Auf´s und Ab´s des Lebens umgehen zu können. Alles was wir brauchen, um das Leben meistern zu können, ist in uns angelegt. Doch entfaltet es sich bei jedem nicht zwangsläufig!

In Schwierigkeiten sind wir, wenn wir uns emotional verschanzen mussten oder wenn diese Panzerung aufgrund der Umstände in unserem Leben ein chronischer Zustand geworden ist. Denn dann läuft unser Gehirn auf “Not”-Programm, es geht ausschließlich um unser Überleben und Entwicklung und Wachstum können sinnvollerweise keine Priorität haben.

All jene Menschen, die in Kontakt zu ihren Gefühlen sind, gerade auch zu den verletzlichsten, zarten, können mit den 3 wichtigsten Fähigkeiten unseres Gehirns an solch einer Krise wachsen.
Sie haben die Fähigkeit die Sch*** in ihrem Leben zu Dünger für ihr Wachstum zu verwandeln.

Diese 3 Schlüssel des Reifwerdungsprozesses können sich entfalten, wenn die Bedingungen dafür stimmen. Erst dann kann sich das Gehirn unserer Kinder weiter entfalten. Denn nach der Geburt eines Kindes, passiert unglaublich viel in seinem Gehirn. Es werden Strukturen angelegt, Vernetzung findet statt. Doch damit das Gehirn das kann, braucht es bestimmte Bedingungen dafür. Wie alles andere in der Natur auch.

“Damit das Gehirn heranreifen kann, braucht es bestimmte Wachstumsbedingungen. Wie alles andere in der Natur auch.”

Ein Kind kann reifen und wachsen, wenn du ihm als Mama ein emotionales Zuhause gibst, wo er Geborgenheit, Zärtlichkeit, Fürsorge, Umarmungen, Trost, bedingungslose Liebe, Verständnis und Wärme findet. Dann, wenn er sich sicher ist, dass er für die Erhaltung dieses Zuhauses nicht arbeiten muss, sich dafür nicht anstrengen muss, dass die Türen seines Zuhauses ihm immer offen stehen, egal wie es sich gerade anstellt, egal ob es wüted, beißt oder dich beschimpft, egal was es fühlt, egal welches Verhalten es gerade zeigt, dann erst startet das Gehirn das Programm für Wachstum und Entfaltung, dann ist die Bahn frei für die Individualisierungsprozesse und dein Kind entfaltet sein ICH. Wenn wir ihm nicht im Weg stehen.

Wenn wir jedoch wie bisher weiterhin unseren Fokus nur auf das Verhalten eines Kindes legen und uns nicht fragen:

“Was bewegt mein Kind zu diesem Verhalten?”
“Was ist darunter ?”
“Steckt er in seiner Entwicklung fest?”
“Was belastet gerade mein Kind emotional?” und
“Wie kann ich ihm in seinen Entwicklungsprozessen unterstützen?”

dann beurteilen und verurteilen wir das Kind stets für sein Verhalten, wir definieren es und wir erwarten einfach (ohne etwas dafür tun zu müssen) ein angemesseneres Verhalten, im Glauben, dass ein Kind rein durch Erklärungen, Schimpfen, Drohungen, Bestrafungen (oh, sorry ich meine Konsequenzen) vor allem Bestrafung durch Trennungsmaßnahmen a lá “Geh in dein Zimmer für x Minuten” o.ä., sein Verhalten ändert. Faktisch aber trägt es dazu bei, dass wir das nicht erwünschte, problematische Verhalten nur verstärken und uns selbst dadurch die einzige Grundlage wegnehmen, die uns ermächtigt unsere Kinder großzuziehen: BINDUNG!

Wir nehmen uns die Verbindung zu unseren Kindern weg oder wir beschädigen es. Doch ohne Verbindung kann unser Kind nichts von uns annehmen, nicht mal mehr unsere Nähe. Daher ist die reifeorientierte Begleitung von Kindern so enorm wichtig. Sie müssen dafür nichts LERNEN, sie brauchen Erwachsene die mit Verständnis und Intuition für sie die Bedingungen herstellen, damit sie all das in ihnen bereits angelegte Potenzial entfalten können. Fernab von persönlichen oder gesellschaftlichen Erwartungen. In der heutigen Zeit ist dies besonders wichtig. Weil wir uns so sehr von unserer eigenen Natur entfremdet haben. Wir müssen all die Schlussfolgerungen, Bewertungen, Erwartungen, Ansichten über "ideale" Kinder und ihr Verhalten loslassen und stattdessen endlich wieder anfangen die richtigen Fragen zu stellen und die Frage selbst zu leben und zu sein. Wir müssen endlich wieder anfangen unserer Wahrnehmung zu vertrauen und überhaupt uns erlauben sie zuzulassen und diese Stimme anzuerkennen.

Wenn wir uns doch mal umschauen in der Welt, sind gerade jetzt wahrhaft reife Menschen gefragt, die auch in der Lage sind Menschlichkeit zu zeigen und verantwortungsvoll zu handeln, sowie Lösungen zu finden. Menschen die in der Lage sind viele Faktoren gleichzeitig zu berücksichtigen. Empathie und Mitgefühl kann man nicht lernen, es ist kein kognitiver Prozess, sondern ein emotionaler! Daher ist die emotionale Entwicklung und Gesundheit unserer Kinder (und natürlich von uns selbst) so wichtig und entscheidend sowohl für die eigene Reifwerdung als auch für die gesamte Menschheit.

Ist es daher nicht unsere Aufgabe als Mama alles dafür zu tun, um für unsere Kinder diese Bedingungen herzustellen, damit sie reifen können?

Ist es nicht unsere Aufgabe als Mutter wieder mehr in uns selbst und wieder der Natur, dem Konzept des Lebens zu vertrauen?

Wenn wir Reifwerdung wieder verstehen und wieder die Auge dafür haben, wissen wir wo es lang geht, sind im Vertrauen mit dem Leben und dieser höheren, natürlichen Ordnung. Wir sind in der Lage Blockaden zu erkennen und finden intuitiv Lösungen, ganz individuell für unser Kind. Wir werden wieder die Expertin für unser Kind, die wir eigentlich schon immer waren und sind und Vertrauen wieder unseren (Ur-)Fähigkeiten als Mama.

Denn dann wissen wir, dass wir unsere Kinder durch das Labyrinth des Lebens führen können und dass sie in der Lage sein werden ihr Leben (egal welche Umstände herrschen) zu meistern.

Ist das nicht das größte Geschenk, dass wir unseren Kindern machen können?

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