fbpx
24. Juli 2019

Stress - ein Dauerzustand in der Mutterschaft?

Wir sind alle gestresst. Die gesamte Gesellschaft.
Es ist immer seltener geworden, dass wir im Alltag Menschen treffen, die einfach entspannt sind. Manchmal ist Stress sogar für einige ein Statussymbol, zeigt es doch, dass man wichtig ist und viel zu tun hat.

Unser Alltag, vor allem als Mutter, ist voller Aufgaben und Herausforderungen.
Ganz zu schweigen davon, wenn man berufstätig ist und quasi zwei Vollzeitjobs hat.

Unser modernes Leben fordert einfach (zu) viel von uns. Stress entsteht wenn unser inneres Leben nicht im Einklang mit unserem äußeren Leben steht. Also wenn unsere Bedürfnisse nicht erfüllt werden oder wir unsere Fähigkeiten nicht einsetzen können. In den letzten zehn Jahren haben sich Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen verdoppelt.

Doch was ist Stress überhaupt?

Eigentlich ist Stress eine natürliche Reaktion unseres Körpers auf Herausforderungen und Gefahrensituationen. Tja und da sind wir wieder bei den Steinzeitmenschen, die nur überleben konnten, wenn sie beim Jagen oder eben Gejagtwerden auf Kampf- oder Fluchtmodus schalten konnten. Denn in solch einer Situation werden im Körper eben Stresshormone ausgeschüttet, dadurch steht in kürzestes Zeit zusätzliche Energie zur Verfügung damit blitzschnelle und überlebensnotwendige Reaktionen möglich sind.

“Ja, aber wir leben weder in der Steinzeit, noch werden wir als Mutter im Alltag gejagt (außer wenn wir mit unseren Kindern Fangen spielen) noch gehen wir Jagen. Doch gestresst sind wir trotzdem!”

Bei Stress laufen im Körper verschiedene biochemische Prozesse ab, die zu ganz bestimmten Veränderungen im Körper führen: 

  • Wir atmen viel schneller.
  • Das Herz rast, der Blutdruck steigt.
  • Das Blut wird vermehrt zum Gehirn und den Skelettmuskeln geleitet.
  • Die Muskeln spannen sich an.
  • Die Pupillen weiten sich, damit wir besser sehen können.

Oh ja, wenn ich das Wort Stress schon denke, fühle ich gleich die Anspannung.
Wir sind eben in dem Moment (oder leider dauerhaft) im Alarmmodus.

Naja im Gegensatz zu den Steinzeitmenschen geht es im Leben einer Mutter Gott-sei-Dank nicht unbedingt um Leben oder Tod. Wir haben eher mit sozialen oder psychischen Druck zu tun. Obwohl es nicht wirklich um unser Überleben geht (zumindest körperlich), reagiert unser Körper dennoch genauso, als ob wir von einem gefährlichen Tier gejagt werden.

Aber, etwas Entscheidendes fehlt uns in unserem modernen Leben nach so einer Stresssituation im Gegensatz zu früher. Das natürliche Ventil! Denn im Gegensatz zu früher kommt es eben nicht zu der Situation auf die unser Körper uns vorbereitet hat: Kampf oder Flucht. Denn durch eben den Kampf oder die Flucht werden eigentlich alle Stresshormone wieder abgebaut. Der Körper wird sie los und entspannt wieder. Doch weder kämpfen noch rennen wir weg. So bleibt die Anspannung und dieser innere Druck weiterhin in uns. Sie steckt regelrecht in uns fest!

So erhöht sich der Stresspegel im Körper immer mehr und kann dann, wie wir wissen, zu verschiedenen körperlichen und psychosomatischen Erkrankungen wie z.B. Burn-Out führen.

Was zum Teufel ist positiver Stress?

Klingt schon in sich gegensätzlich! Stress kann positiv sein? Hmm, welcher Stress ist denn bitteschön positiv?

Aber tatsächlich wird Stress in Eustress (positiver Stress) und Disstress (negativer Stress) unterschieden. Eustress erhöht unsere Aufmerksamkeit, Leistungsfähigkeit und Motivation auf eine gesunde Weise, sodass wir Aufgaben besser erledigen können. Haben wir sie dann gemeistert, werden Glückshormone ausgeschüttet und das Selbstvertrauen gestärkt.

Stress verwandelt sich in Disstress erst dann, wenn es zu stark oder zu lang anhaltend ist und kein körperlicher Ausgleich stattfindet. Diesen Stress erleben wir als überfordernd und bedrohlich. Sind wir mit einer Aufgabe überfordert oder hetzen wir ohne Pausen von der Schule zur Arbeit und von einem Termin zum anderen, kann Stress krank machen – irgendwann ist man als Mutter einfach ausgelaugt, hat keine Kraft mehr, fühlt sich aussichtslos und frustriert.

Das Dauerstress krank macht, ist ja kein Geheimnis mehr. 

Entspannungskurs

Aber kann man denn als Mutter was machen oder muss man diesen Preis unseres modernen Lebensstils einfach bezahlen?

Die gute Nachricht ja, wir können als Mama einiges machen, um ein entspannteres Leben mit unseren Kindern führen zu können. Wir brauchen eben wieder ein Ventil.
Das kann Sport, freies absichtsloses Spiel oder verschiedene Entspannungstechniken sein. Doch abgesehen vom Sport lernen wir in der Regel leider nichts über Entspannungstechniken. Weder wird es in der Schule gelehrt noch ist Bestandteil unserer Kultur. Denn einige Entspannungstechniken, wie das Meditieren, haben im Vergleich zum Sport noch weitere Vorzüge und Vorteile, die uns im Alltag als Mutter sehr helfen können. Welche Vorteile das sind, erfährst du im Detail in meinem nächsten Blogartikel.

Wenn du als Mutter auch in deinem Alltag mehr Ausgleich und Entspannung brauchst um Stress abzubauen, gesund zu bleiben und glücklicher zu sein und dazu verschiedene Entspannungstechniken lernen möchtest, ist der Entspannungskurs “Let´s Relax - Mehr Gelassenheit im Alltag” sicher das Richtige für dich.

Hier gibts Infos zum Kurs im Detail.

Und leider sind nicht nur wir Mütter von Stress betroffen auch immer mehr Kinder leiden unter Stress. Es liegt also in unserer Verantwortung auch ihnen diese Techniken nahe zu bringen und ihnen durch unsere Vorbildfunktion diese zu vermitteln, damit sie zu einer Gewohnheit und damit zum festen Bestandteil ihres Lebens werden.

>